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Alpenzorros Reiseberichte
Sardinien - Entdeckung einer Insel
bin ganz froh daß ich noch bis morgen zeit hab. ersten zeigt sich mein spielzeug etwas widerspenstig beim befüllen mit igm25-sardinien-komplett.ecw (1.5GB) und zweitens will ich mir heut abend ja noch die diashow anschaun (
http://www.marcotoniolo.com/shows/show.htm )
so... kartentransfer hat geklappt... da stellt sich mir doch gleich eine Expertenfrage bzgl Cala Luna: Scheinbar führen zwei Wege dorthin (siehe

). Der grüne von Norden her (beschreibung aus der bike) und der gelbe von Süden (beschreibung von marco). seh ich das recht, daß die beide nur bergab sinn machen?
Auch gibts einen eingezeichneten Trail, der von der Südzufahrt zur Cala Luna in richtung Cala Sisine abzweigt (

). Darüber hab ich nix gefunden, man sieht aber auf Satellitenbildern, daß der Weg zumindest teilweise existitiert. Schon mal jemand probiert?
09:30 München
So... langsam aber sicher geht's los. Noch schnell den Krempl in den Rucksack werfen, ist ja nicht besonders viel was man als Biker so mit sich führt. Dann muß ich noch zum Aldi und ein paar leckere Müsliriegel bunkern und dann immer an der Isar nach Norden, bis zum Mittelmeer :-). Ok, da ist irgendwann ein kleiner Zwischenspurt mit dem Flieger dazwischen, fällt aber fast gar nicht auf. Bei solchen Touren kommts mir immer so vor, als ob ich die vor der Haustür beginne.
Hier noch schnell ein kleines Herbstbalkonbild zur Erinnerung, wenn ich zurück komme liegt hoffentlich schon ein halber Meter Schnee. Man darf ja träumen...
11:30 gate a21
checkin mit unverpacktem bike problemlos, vielleicht lassen sie zur abwechslung sogar mal die luft drin. hab noch keine ahnung wohin ich dann von olbia aus weiter radl... nach norden zum bärenfelsen? nach süden richtung cala gonone? na mal sehen.
jetzt kommt dann also der "zwischenspurt", hoffentlich etwas flotter als dieses ding :-)
19:00 Cala Gonone, Pizzeria
Hoppla, sardinien ist ja groß. Bin inselmäßig eher la-palma-dimensionen gewöhnt. Aber der reihe nach...
Flug war kurz und mit bäriger aussicht, quasi direkt über den falzarego und die dolomitentour von letzter woche. Liegt noch kein schnee, also wer noch will... Nix wie hin :-).
Ich dachte natürlich, daß ich wie immer die coolsten pläne von allen leuten im flieger hab. Diesmal daneben getippt, neben mir sitzt Werner aus österreich, auch strandschläfer und trailsucher, noch weniger gepäck, und mit Einrad!! Auch nicht verkehrt, hab trotzdem lieber zwei. Vielleicht treff ich ihn heut abend noch irgendwo am beach, falls ers bis hier her geschafft hat.
Rad kommt unbeschadet und mit luft vom gepäckservice, sehr freundlich. Noch freundlicher: gleich am ausgang steht ein bus richtung cala gonone. Sind doch so an die 150km, wär mir ein bisserl zu weit für heut.
Nach über zwei stunden im bus steig ich in orosei aus und fahr die letzten 25km selbst. Wunderschöne teerstraße, kein auto unterwegs, salzige meerluft, abendlicht. So kommen immerhin noch 500hm zusammen, eh ich nach cala gonone runterbrause.
Oder nicht brause... Entscheide mich statt dessen zu einem ersten test für die igm-karte. Parallel zur straße ist dort ein kleines weglein eingezeichnet. Gps führt mich exakt an die stelle und tatsächlich beginnt hier ein trail. Schon bisserl dunkel, aber das laß ich mir nicht entgehen. Ruppig aber fahrbar holpre ich richtung meer und lande allen vorhersagen zum trotz nicht an einem geschlossenen eisengatter sondern genau da wo ich hin will.
Um sieben bin ich dann unten und hör das erste mal die brandung rauschen. Endlich...
Keine bilder... Warum? Leider scheint sich meine kamera endgültig verabschiedet zu haben. Heut früh noch alles in butter, jetzt alles dunkel. Vielleicht rüttelt sichs noch hin, ansonsten müßt ihr mir halt glauben, daß es hier schön ist.
Danke noch an den WoMo-fahrer aus FB, der mir seine übrige tüte powerbars und -gels vermacht hat. Jetzt hab ich zwar ein halbes kilo mehr gepäck, aber das kann man nicht ausschlagen :-).
25.10. 21:00 Cala Fuilli
Das war noch mal spannend... Stockfinster, der mond nur eine schmale sichel, zuerst auf teerstraße (sackgasse) und dann auf einem stufigen serpentinentrail runter in die bucht. Der hätte einen vertrider selbst bei tag gefordert, für mich war eher tragen angesagt, erst recht mit der mini-stirnfunzel.
Kein netz hier unten, aber sehr sehr schön. Und ein bißchen gruslig :-). Jetzt geh ich noch kurz unter den sternen schwimmen und dan nix wie ab ins bett. Gute nacht.
26.11. 12:00 cala gonone
Spannender vormittag... Warum hab ich nur mein caving-equipment nicht dabei? Naja, mann kann nicht alles haben. Kamera macht noch immer keinen mucks, ich mach trotzdem ein paar bilder. Sorry wenn sie nicht die gewohnte qualität haben, muß quasi blind fotografieren und sehe das bild erst stunden später auf dem pda...
Die grotta bue marino ist ja eine große touri-attraktion hier, die leute werden da auf einem boot von cala gonone aus hingeschaufelt. Sowas mag ich gar nicht, drum probier ichs mal zu fuß. Ich finde auch tatsächlich einen verschlungenen pfad, unten abenteuerlich an die klippen gebaut.
Der führt scheinbar zu einem hintereingang der höhle, leider ist dieser mit einem dicken eisentor abgeschlossen. Kein durchkommen.
Ein paar meter unter mir blubbert das meer in einen kleinen durchschlupf, das muß näher erkundet werden. Badehose an, stirnfunzel aufgesetzt und ab ins wasser. Nach ein paar meter hab ich wieder trockne klippen unter den füßen und klettere in einem schmalen tunnel bergauf. Leider wird er immer schmäler und mir wird's langsam etwas unangenehm, mir fehlen was gescheites zum anziehen und mehr licht. Der tunnel hat bestimmt eine verbindung zur haupthöhle, aber irgendwann dreh ich doch lieber um. Badehose taugt wirkluch nicht um sich durch engste stellen zu zwängen.
Zurück am meer konsultiere ich das gps. Der haupteingang liegt nur 300m südlich. Na dann... Schwimmen! Schon spannend, ganz allein an einer unbekannten felsküste entlang. Allerdings ist das meer wunderbar ruhig und strömung ist auch keine, dann mal los.
Relativ schnell erreiche ich den haupteingang, groß ausgebaut mit bootsanlegestellen, kassenhäuschen, etc. Kein mensch hier. Das gitter kann man hier zum glück umschwimmen, also schwimm ich weiter richtung dunkelheit.
Leider leider ist meine mini-stirnfunzel nicht wasserdicht, sie mußte deshalb bei meinen andern sachen zurückbleiben. Immer wieder dreh ich mich um, ob ich noch einen schimmer tageslicht vom ausgang sehe. Irgenswann ist der dann verschwunden und mir wird's definitiv zu gruslig, also nix wie umgedreht und wieder rausgeschwommen!
Wieder an der anlegestelle seh ich hinter gittern den dieselgenerator, der die riesenhöhle für die touris bestimmt toll beleuchtet. Egal... Due sehen zwar mehr, aber dasabenteuer war ganz klar auf meiner seite :-).
@coffee, das da oben waren nur morgenwolken. jetzt ist alles knackblau bei ca 35 grad in der sonne. hab gar keine lust zum radln :-)